Kampf mit Schwert, Axt und Speer um Valsgaard
Wallsbüll: Der große Wikingermarkt rund um die Hofanlage in Wallsbüll stand unter einem guten Stern. Das Wetter spielte mit, und so waren die Veranstalter vom Verein Valsgaard mit den Besucherzahlen des Wochenendes mehr als zufrieden. Aus allen Landesteilen waren sie angereist, nach Schätzung der Veranstalter weit über tausend Menschen.

Der eineinhalbjährige Eric (mit seinen Eltern Sascha und Sabine Stoltenberg aus Brunsbüttel) ist schon ein echter Wikinger. Foto: Helga Böwadt
Der weithin sichtbare Rauch des Feuers beim Grubenbrand von Töpferware lockte zahlreiche Zuschauer an. Henrik Meß aus Lübeck ließ seine Becher, Lampen und Töpfe in einer Feuergrube brennen. “Je nach Brennatmosphäre entstehen sehr unterschiedliche Töne”, erklärte er die verschiedenen Farbnuancen in einer einzigen Schale. Er ist schon zum zweiten Mal in Valsgaard dabei und hatte dafür gleich eine Begründung parat: “Man wird hier vom Verein total gut umsorgt.”
Für das leibliche Wohl der Besucher sorgten der Landfrauen- und der Schützenverein mit Kaffee und Kuchen, die Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr grillten und produzierten Pommes am laufenden Band, der Sanitätsdienst aus Leck hatte “Wiki-Burger” im Angebot, und stets umlagert war der Getränkewagen von Bussmanns Gasthof. “Die gesamte Gemeinde Wallsbüll unterstützt unsere Veranstaltung”, freute sich Vorsitzende Helga Pitroff.

Wer gewinnt die Schlacht um Wallsbüll? Bei den Kämpfen ist Schutzkleidung Pflicht. Foto: Helga Böwadt
“Schutzkleidung ist natürlich Voraussetzung”, erklärt Michael Lusser, zweiter Vorsitzender des Vereins, “und die Schlagkanten der Waffen sind stumpf”, von daher konnten die Zuschauer ohne Sorge mitfiebern, wer den Teddy beim “Sturm auf Valsgaard” erobern und wer bei der “Großen Schlacht” den Sieg davontragen würde.
Im Anschluss durften alle Kinder mit weichen Schwertern gegen die starken Männer und Frauen kämpfen, wobei sich diese schnell vor der Übermacht des kindlichen Mutes geschlagen geben mussten.
Flensburger Tageblatt 22. August 2016 / Helga Böwadt